Tja, keine einfache Frage. Doch wenn Sie letztes Jahr schon eine Online-Aktion laufen hatten, haben Sie doch sicher alles richtig verpixelt, um Erfolg und Nicht-Erfolg zu messen, oder… ODER? (Asche auf Ihr Haupt, wenn nicht, denn dann haben Sie wertvolle Informationen verschenkt – und das zu Weihnachten! Dieses Mal sollten Sie es dann aber besser machen.)
Bei Erfolg der letzten Aktion kann man darauf aufbauen. Man kennt ja jetzt den Geschmack der Zielgruppe. Bei Nicht-Erfolg muss man nochmal zurück und sich überlegen, was die Zielgruppe von einem erwartet, doch man weiß schon, was man nicht oder besser machen sollte. Bei Nicht-Messen (was ja hoffentlich nicht vorgekommen ist…) beginnt das große Rätselraten, denn man weiß nicht, was Erfolg oder Nicht-Erfolg wäre.
Für Weihnachtsaktionen muss man sich vorher genau seine Zielgruppe ansehen. Erwarten diese einen Adventskalender, dann sollten sie auch einen angeboten bekommen. Ist bei der Zielgruppe ein Adventskalender ein alter Hut, dann sollte man es lieber lassen.
Da es aber immer mehr Aktionen im Internet gibt, sollte man sich vorher über die Ziele genau im Klaren sein: Word-of-Mouth und Steigerung der Conversion Rate! Was beides irgendwie zusammenhängt. Ohne Word-of-Mouth kommen die Besucher nicht, um Ihre Aktion zu bewundern und anschließend zu konvertieren. Ein Nutzer, der an Ihrer Weihnachtsaktion teilgenommen hat, aber es nicht weitererzählt, ist nur ein Verkauf. Wenn er so begeistert ist, dass er es weiterempfiehlt, dann können viele Verkäufe zusammenkommen.
Word-of-Mouth lässt sich aber nur mit einer Aktion nur generieren, wenn es etwas ganz Besonderes ist oder einen großen Vorteil für den Nutzer hat. Zur Weihnachtszeit, in der alle vom Online-Versender bis zu Umweltorganisationen um die Aufmerksamkeit der Kunden buhlen, ist es schwer herauszustechen. Ein Adventskalender, an dem man nur „Türen“ anklicken kann, reicht da wohl eher nicht. Zumindest müssten da geniale Gewinne/Angebote hinter liegen.
Es gibt aber auch andere Möglichkeiten Word-of-Mouth zu erzeugen ohne hohe Entwicklungskosten für Adventskalender und Co. Ein Beispiel wäre die Blitzangebote-Aktion im Sommer auf Amazon.de. Dort konnte man an einem bestimmten Datum zu einer bestimmten Zeit einen Artikel für einen sehr günstigen Preis kaufen. Die Stückzahl war begrenzt. Ich weiß es, denn ich habe die schönen Kopfhörer nicht bekommen…
So etwas könnte man zu Weihnachten einrichten. Es ist nicht so kostenintensiv und kann großen Impact haben. Man benötigt dafür eine gesonderte Landingpage mit den ausgewählten Produkten und ihren Verfügbarkeitsstatus. Dann muss zu dem Zeitpunkt der Preis für ein bestimmtes Kontingent gesenkt werden. Das macht weniger Arbeit (wirkliche Tatkraft und Ideen), kostet höchstwahrscheinlich weniger als eine andere Aktion und kann Ihre Kunden sehr glücklich machen. Man sollte aber darauf achten, dass das Kontingent auch ungefähr den Interessenten angepasst ist. Es hat Amazon schlechte Kritiken eingebracht, dass es so gut wie unmöglich war, das gewünschte Produkt auch zu bestellen, da der Andrang zu groß war.
Am wichtigsten ist aber – in Vorbereitung fürs nächste Jahr (ja, es wird wieder ein Weihnachten mit möglichen Aktionen geben!) – ist die Aktion zu messen und zu analysieren.











