Ladezeit einer Webseite jetzt offiziell Rankingfaktor

by Thomas Zimmermann on 12. April 2010

Am Wochenende hat Google im Webmaster Central Blog bekannt gegeben, dass die Ladegeschwindigkeit einer Seite nun offiziell ein Rankingfaktor ist. An sich sollte das keine große Überraschung sein, da die Ladezeit auch zur Berechnung des Qualitätsfaktors bei SEA-Anzeigen herangezogen wird.  Zudem wird eine kurze Ladezeit auch bei jeglichen Überlegungen zu Usability Design und Conversion Optimierung berücksichtigt. Nicht zuletzt aus diesen Gründen wird auch Uwe Tippmann den Site Speed auf der SMX München als Rankingfaktor für 2010 vorgestellt haben.

So hat Google vor einiger Zeit auch, neben den bekannten Statistiken zum Crawler-Zugriff auf eine Seite, den Bereich Site Performance in die Webmaster Tools integriert. Hier sieht man die Ladezeit für die eigene Seite im Zeitverlauf, wobei Google die Grenze zwischen „gut“ und „schlecht“ bei einer Ladezeit von 1,5 Sekunden setzt.

Ladezeit Rankingfaktor bei Google

Martin Mißfeldt sieht die ganze Sache in seinem Blog sehr kritisch und befürchtet große Rückschritte für den Gebrauch von Bildern und Medieninhalten. Auch wenn ich den Ansatzpunkt der Kritik gut verstehe, ist hier doch die entscheidende Frage: Kann das wirklich im Interesse von Google sein?  Sicherlich gibt es einige Punkte, wie die Serverlast, die dafür sprechen, jedoch auch etliche die dagegen sprechen. So ist das Thema „Bilder“ bei Google durchaus wichtig, was, neben der ganz allgemeinen Verwendung in der Universal Search, auch die kürzlich vorgestellte Möglichkeit zur Einbindung von Bildern in die Sitemap gezeigt hat.

Interessant für die zukünftige Entwicklung ist aber sicherlich die Frage, wie genau die Bewertung stattfindet. „Je schneller, desto besser das Ranking“? Ich denke nicht, dass eine schnelle Seite schlechter als eine andere, noch schnellere Seite ranken wird. Eher wird es eine generelle Auf- bzw. Abwertung einer Seite geben, wenn der definierte Schwellenwert zwischen langsam und schnell überschritten wird.

Google selbst sagt, dass die Berücksichtigung der Ladzeit vorerst nur für englische Suchen auf google.com stattfindet, ein eher geringes Gewicht hat und derzeit nur 1% der Suchanfragen beeinflusst.

Bei Johannes im Sistrix Blog findet derzeit eine sehr interessante Diskussion zu dem Thema statt.

Update: Inzwischen hat sich auch Matt Cutts zu dem Thema geäußert.

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Wie verbessert man die Geschwindigkeit einer Webseite? – Teil 1 — unique labs
12. April 2010 um 14:56

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