Vor einiger Zeit standen wir vor der folgenden Frage:
Wie können wir für jeden Account Gebotsvorschläge generieren, während wir alle Besonderheiten des Accounts und alle Wünsche des Kunden berücksichtigen?
Über diverse Datenanalysen hatten wir uns schon mit der Programmiersprache „R“, einer Sprache für statistische Berechnungen, vertraut gemacht. Auch wussten wir, dass es möglich ist, R Befehle aus unserer Serverumgebung heraus auszuführen. Die Entscheidung, dies in irgendeiner Form zu nutzen, lag also praktisch auf der Hand.
Schlussendlich haben wir uns dazu entschieden, nicht nur einzelne Berechnungen über „R“ Befehle zu bearbeiten, sondern gleich ganze „R“ Skripte ausführbar zu machen. Ein konkreter Algorithmus zur Vorschlagsgenerierung wird also durch eine einfache Textdatei abgebildet, die mehrere „R“ Befehle beinhaltet. Diese Textdatei wird dann vom Server ausgeführt. Änderungen an bestehenden Algorithmen können also durch einfache Modifikation dieser Scriptdateien gemacht werden, neue Algorithmen werden entsprechend durch einfaches Anlegen solch einer Scriptdatei erstellt.
In Abbildung 1 sieht man solch ein stark vereinfachtes Script, was für den Bereich SEA Gebotsvorschläge auf einfachste Weise generiert:
1. Zuerst wird eine Verbindung zur Datenbank hergestellt und alle benötigen Daten werden geladen.
2. Es wird ein Modell auf Basis der bisherigen Daten gebildet.
3. Auf Grundlage des Modells wird für jedes Keyword ein Gebotsvorschlag generiert.
4. Die Gebotsvorschläge werden für jedes Keyword in die Datenbank geschrieben.
Eine Besonderheit an den Skripten sind dabei die in eckigen Klammern gehaltenen Parameter. Diese werden von unserer Serverstruktur vor der eigentlichen Ausführung des Scripts durch die entsprechenden eingestellten Werte ersetzt.
Dabei wird zwischen zwei Typen von Parametern unterschieden: Zum einen die Parameter, welche im Hintergrund automatisch gesetzt und nicht extra spezifiziert werden müssen. Darunter fallen beispielsweise technische Parameter, wie die Adresse der Datenbank. Zum anderen Parameter, welche abhängig von den Elementen und den Zielen zu setzen sind. Bei einer Kampagne mit Ziel-CPO Vorgabe wäre der Ziel-CPO beispielsweise ein solcher Parameter.
In unserer Software, dem Darwin Optimiser, haben wir die Möglichkeit, verschiedene Elemente eines Accounts zu gruppieren, und für diese Elemente dann eines der Skripte auszuwählen und zu konfigurieren. Unter Abbildung 2 sieht man ein Teil dieses Clients. Hier wurde die Kampagne „Allgemein“ und „Generisch“ zu einer Gruppe zusammengefasst. Für diese Gruppe wurde dann der Algorithmus „blog_example“, was das unter Schaubild 1 dargestellte Script ist, ausgewählt. Da besagtes Script nur einen einzigen einzustellenden Parameter hat, ist auch nur dieser einstellbar.
Fazit: Auf diesem Wege haben wir eine Möglichkeit geschaffen, mit einer weitläufig bekannten Programmiersprache speziell angepasste Algorithmen zur Gebotsgenerierung erstellen zu können. Jeder, der sich grob mit „R“ auskennt, kann also speziell auf die entsprechenden Accounts ausgerichtete Algorithmen erstellen oder modifizieren. Der Kreativität bei der Vorschlagsgenerierung sind nun also keine Grenzen mehr gesetzt.










