Nein, es werden auf dem deutschen Online-Display-Markt noch keine relevanten Impressions bzw. Budgets über Real Time Bidding gehandelt. Nein, auch in 2012 wird diese Technologie noch nicht den großen Durchbruch erleben, da es zuvor noch einige große Barrieren zu überwinden gilt. Nichtsdestotrotz ist der Mediaeinkauf über AdExchanges mit Hilfe von Real Time Bidding ein absolutes Trendthema was alle Marktteilnehmer im Auge behalten sollten.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die in Echtzeit („Real Time“) und automatisiert stattfindenden Auktionen („Bidding“) im Werbeplatzhandel, könnte die Schaltung von Werbemitteln zukünftig effizienter ablaufen. Für die Vermarkter würde sich der Salesaufwand für das über RTB gehandelte Inventar verringern, da z.B. das Erstellen von Angeboten entfällt. Agenturen und Kunden können Ressourcen sparen, da beispielsweise Verfügbarkeitsanfragen und die klassische Buchung per Fax oder Email nicht mehr notwendig wären.
Vorbild für Real Time Bidding ist das von Google erfolgreich verwendete Auktionsmodell für SEA Textanzeigen (Google AdWords). Beim Real-Time-Bidding wird das automatisierte Auktionsmodell also auf (Standard-) Displayformate übertragen.
Vor einiger Zeit standen wir vor der folgenden Frage:
Wie können wir für jeden Account Gebotsvorschläge generieren, während wir alle Besonderheiten des Accounts und alle Wünsche des Kunden berücksichtigen?
Über diverse Datenanalysen hatten wir uns schon mit der Programmiersprache „R“, einer Sprache für statistische Berechnungen, vertraut gemacht. Auch wussten wir, dass es möglich ist, R Befehle aus unserer Serverumgebung heraus auszuführen. Die Entscheidung, dies in irgendeiner Form zu nutzen, lag also praktisch auf der Hand.

